Der Flughafen Bern-Belp hat beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eine Studie zur technischen Machbarkeit GPS-gestützter Anflüge auf beide Pisten zur Vorprüfung eingereicht. Darin werde aufgezeigt, wie mit neuen Anflugrouten lärmsensible Gebiete wie die Stadt Bern oder Muri in Zukunft entlastet werden könnten. Damit würde auch eine bessere Verteilung der Anflüge auf Piste 14 (Raum Mittelland) und Piste 32 (Raum Emmental/Berner Oberland) erreicht, heisst es in einer Pressemitteilung des Flughafens. Nach Auswertung der technischen Vorabklärungen beim Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL werde der Flughafen zusammen mit den Behörden über das weitere Vorgehen entscheiden.
Im Rahmen des St. Galler Touristiker-Tages vom 10. Februar 2012 wurde Karl Kistler, CEO von Edelweiss Air, mit dem «Travel Manager Personality Award» ausgezeichnet. Karl Kistler, Mitglied des AeCS und als engagierter Eigenbauer der Experimental Aviation of Switzerland (EAS), war als ehemaliger Chefpilot und heutiger Geschäftsführer massgeblich am Auf- und Ausbau der Edelweiss Air beteiligt. Er fliegt nach wie vor regelmässig als A320- und A330-Kapitän auf Kurz- und Langstrecken.
Es wird ein Leckerbissen für geübte Gletscherpiloten: Im Zeitraum vom 10. bis 12. Februar 2012 findet ein «Fly-in» im Schlappin oberhalb Klosters statt. Die Schneeverhältnisse sind ideal, die Landepiste ist präpariert. 18 Piloten haben ihre Teilnahme angemeldet. Organisiert wird der Anlass vom Aero-Cub Ostschweiz. Das Fly-In kann nur bei günstiger Witterung und geeigneten Schneeverhältnissen stattfinden. Im Schlechtwetterfall wird der Anlass auf die Zeit vom 16. bis 18. März 2012 verschoben.
Der Aero-Club der Schweiz ist seit kurzem auch auf Facebook, dem grössten Social Network weltweit, präsent. Diese Plattform ermöglicht es dem AeCS unter anderem, mit Freunden und Mitgliedern in einen direkteren Kontakt zu treten, Informationen auszutauschen oder Veranstaltungen anzukündigen. Wir freuen uns, wenn Sie uns regelmässig besuchen unter www.facebook.com/aeroclub.ch.
Vor rund einem Jahr genehmigte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die Pläne der Airport Altenrhein AG für den Umbau und die Erweiterung des Fliegermuseums. Zudem sollte ein neuer Hangar für bis zu zehn Flugzeugen erstellt werden. Auf die Durchführung einer UVP verzichtete das BAZL damals, weil die UVP-relevante Schwelle von 500 Parkfeldern nicht erreicht werde. Dagegen hatte der VCS Beschwerde erhoben. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Beschwerde mit Urteil vom 10.2.2012 (Dossier-Nr. A-8464/2010) nun gutgeheissen.
Der italienische Staat will ab sofort Flugzeuge mit einer exorbitant hohen Luxussteuer belegen. Davon betroffen sollen auch im Ausland immatrikulierte Flugzeuge sein, welche sich länger als 48 Stunden in Italien befinden. Die Steuer soll abgestuft nach dem MTOW (z.B. Flugzeuge bis 1000 kg € 1.50 pro kg) erhoben werden. Gegenwärtig fehlt es noch an konkreten Informationen über die Ausführung des Gesetzes, derweil sich immer mehr Widerstand, auch europaweit, formiert. Sobald weitere Fakten bekannt sind, werden wir Sie informieren.
Das Jahr 2011 entwickelte sich für die Schweizer Flughäfen zu einem eindrücklichen Rekordjahr. So haben im vergangenen Jahr 184'831 Passagiere den Flughafen Bern-Belp benutzt – so viele wie seit 10 Jahren nicht mehr. Dies entspricht einer Steigerung von 82 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Die Flugbewegungen sind im gleichen Zeitraum um 10 Prozent von 56'193 auf 62'101 gestiegen. Auch der Flughafen Genf vermeldet Rekordzahlen: Im vergangenen Jahr hat er erstmals die Marke von 13 Millionen Passagieren übertroffen. Die Zahl der Reisenden hat damit um 10,5 Prozent zugenommen. Per Ende November 2011 war auch der Flughafen Zürich auf Rekordkurs. Die Zahl der Passagiere nahm um 6,6 Prozent auf 22'533'916 zu. Die Zahlen für den Dezember stehen noch aus.
Noch vor der Revision des LUPO 2 soll das Luftfahrtgesetz revidiert werden (LFG 2). In einer im Dezember 2011 dem BAZL eingereichten Stellungnahme unterstreicht der AeCS die Bedeutung der General Aviation als Basis für das gesamte Luftfahrtsystem der Schweiz. Der AeCS erwartet, dass die Interessen der mehr als 23'000 Mitglieder, darunter auch der aviatische Nachwuchs, in den Revisionsprozess einfliessen und die General Aviation entsprechend im Gesetz verankert wird.
In absehbarer Zeit soll der luftfahrtpolitische Bericht des Bundesrates (LUPO) überarbeitet werden. Der AeCS hat noch im vergangenen Dezember bereits mit einem Schreiben an Bundesrätin Doris Leuthard verlangt, dass der Leichtaviatik und dem Luftsport in diesem zu überarbeitenden Bericht LUPO 2 die entsprechende Bedeutung beigemessen wird. Im ersten luftfahrtpolitischen Bericht von 2004 wurde unter anderem die Freizeitaviatik «als von untergeordneter Bedeutung» bezeichnet.
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat das Einweisungskonzept für den Flugplatz Samedan teilweise genehmigt und durch eine Änderung des Betriebsreglements in Kraft gesetzt. Laut Mitteilung des Amtes müssen ab dem 15. Dezember 2011 Piloten von Jet- und mehrmotorigen Flugzeugen ein obligatorisches Briefing und eine Einweisung absolvieren. Über die Form der Einweisung für Piloten von kleineren Flugzeugen entscheidet das BAZL später, nachdem während der Auflagefrist verschiedene Einsprachen gegen die Einweisung eingegangen sind, so auch vom AeCS und vom MFVS (siehe News vom 2. Dezember).